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Die Biotechnologie – Eine Branche auf Wachstumskurs

Die Life Science Branche verändert sich schnell. Steigende Bevölkerungszahlen, neue Krankheiten und innovative Technologien. Früher galt die Pharmaindustrie als Vorreiter für Medikamente. In den letzten Jahren aber wächst der Bereich der Biotechnologie rasant und wird zunehmend beliebter, wenn es um die Herstellung von Arzneimitteln und medizinischen Behandlungsmethoden geht. Besonders während der Corona-Pandemie erfuhr dieser Sektor einen regelrechten Boom. Aber was ist Biotechnologie überhaupt, welche Produkte werden in diesem Bereich hergestellt und welche Faktoren begünstigen dieses Wachstum, insbesondere im medizinischen Bereich? Die Antworten darauf finden Sie in diesem Blogartikel.

 
Was ist die Biotech-Branche?

Biotech ist die Kurzform für Biotechnologie und bereits seit Jahrhunderten Teil unseres Alltags. Sie ist die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen, Teile von ihnen, ihre Produkte oder Modelle. Lebende und nichtlebende Materie werden verändert und eröffnen beinahe unendlich viele Möglichkeiten der Herstellung von Gütern wie beispielsweise Arzneimittel.

Die Anfänge der modernen Biotechnologie reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, in dem die Fortschritte im Bereich der Mikrobiologie mit der Erforschung von Enzymen und Bakterien einen wichtigen Grundstein für die späteren Entwicklungen legen.

Basierend auf diesen ersten Forschungen werden heutzutage allen voran die Methoden der Molekularbiologie sehr vielfältig genutzt.

Deswegen wird die Biotechnologie häufig auch als sogenannte Querschnittstechnologie bezeichnet, da sie in vielen Wirtschaftszweigen, wie der Landwirtschaft, der Kosmetikbranche, der Lebensmittelindustrie oder eben der Medizin sehr breitgefächert angewendet werden kann.

 

Wichtige biomedizinische Erzeugnisse

 In der Medizinbranche sind es Arzneimittel basierend auf biotechnologischen Anwendungen, die als Biopharamzeutika (Biologika oder Biologicals) bezeichnet werden. Die häufigsten Produkte aus dem Medizinbereich sind monoklonale Antikörper, Impfstoffe und Insuline. Allein diese drei Wirkstoffgruppen machen über 60 Prozent der zugelassen Biopharmazeutika aus.

Es handelt sich um moderne Arzneimittel, die neue und hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten gegen schwere, seltene und lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs, Rheuma und Multipler Sklerose bieten.

Eines der bekanntesten Medikamente der Biotechnologie ist das 1928 durch Sir Alexander Fleming entdeckte Penicillin, das 1942 als erstes Antibiotikum auf den Markt kam und damit einen wichtigen Meilenstein für den Einsatz biopharmazeutischer Arzneimittel legte.

Das aktuell wohl geläufigste Beispiel für ein biotechnologisches Erzeugnis, ist der (m)RNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Dieser Impfstoff ist nicht nur der erste seiner Art, sondern wurde auch weltweit als erstes zugelassen als Wirkstoff im Kampf gegen das Corona-Virus. Erfahren Sie in einem weiteren Artikel von uns mehr über RNA als neuartigen Wirkmechanismus für Impfstoffe.


Wer sind die größten und bekanntesten Biotech-Unternehmen?

Seit Beginn der 2020er-Jahre zählt der Sektor zu den wachstumsstärksten Branchen weltweit. Besonders die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass in bestimmten Situationen schnell neue Medikamente und Impfstoffe benötigt werden. Die größten und meisten Konzerne finden sich in den Vereinigten Staaten und Südkorea. In der Liste der Top 10 Biotech-Unternehmen waren 2020 mit den USA, Südkorea, Australien und Spanien insgesamt nur vier Länder vertreten.

Zu den Top Unternehmen 2020 zählten zum Beispiel Bristol Myers Squibb (Hämatologie und Onkologie), Amgen (humane Therapeutika) oder Biogen (Behandlung von Volkskrankheiten wie Alzheimer und Multiple Sklerose).

Die Daten für die Top 10 aus 2021 wurden bisher nicht bestätigt. Aufgrund der Corona-Pandemie gehen Experten aber davon aus, dass die Unternehmen Moderna und BioNTech inzwischen zu den zehn umsatzstärksten Unternehmen der Branche gehören. BioNTech konnte im ersten bis dritten Quartal rund 13 Mrd. US-Dollar umsetzen. Damit sollte der Konzern schätzungsweise auf Platz vier der Rangliste stehen.

Inzwischen kann sich auch Deutschland gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten. Mit steigenden Umsatzzahlen wachsen die Unternehmen und im Zuge dessen steigt auch der Personalbedarf. Allein von 2019 bis 2020 stieg die Anzahl der Mitarbeiter in der Branche um 5,8% auf rund 42.300 Stellen – ein neuer Rekordstand.


Welche Faktoren begünstigen das Wachstum der medizinischen Biotech-Branche?

Die moderne Arzneimittelforschung und -entwicklung ist ohne die Biotechnologie nicht mehr denkbar. Demografische Veränderungen fördern das Wachstum der Arzneimittelforschung, denn eine Prognose für 2050 sagt voraus, dass dann über zwei Milliarden Menschen älter als 60 Jahre sein werden. Mit dem steigenden Alter sinkt die Gesundheit und der Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten steigt.

Forscher sagen für die Zukunft auch vermehrt menschliche Krankheiten, sowie Krankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden, voraus. Als Gründe dafür nennen sie unter anderem die Massentierhaltung und den Wildtierhandel. Auch die Zerstörung von Lebensräumen wird Schuld tragen, da der Kontakt zwischen Mensch und Tier dadurch immer enger wird. 

Nicht zuletzt spielt der Klimawandel eine tragende Rolle. Krankheiten tauchen dadurch immer schneller auf und es sind die Fortschritte der medizinischen Biotechnologie, die eine zentrale Rolle spielen werden, wenn es darum geht in relativ kurzer Zeit wirksame Medikamente oder Impfstoffe gegen solche Krankheiten zu entwickeln.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Bedeutung der Biotechnologie für die Zukunft im Allgemeinen. Die Fortschritte in der IT werden es zukünftig ermöglichen Zellen am Computer darzustellen und zu simulieren. Dadurch kann man gezielter in komplexe Stoffwechselwege eingreifen. Das heißt, das Risiko von Erberkrankungen kann verringert werden und Therapien können gezielte am Entstehungsort ansetzen. 

Aber das soll noch nicht das Ende sein. Mithilfe der Biotechnologie könnten zukünftig komplexe Gewebe oder sogar ganze Organe nachgezüchtet werden. Diese Entwicklung würde auch die Transplantationsmedizin von Grund auf revolutionieren.


Bedeutung für die Personalbeschaffung

Das Wachstum der Unternehmen wirkt sich auch auf den Bereich der Personalbeschaffung aus. Ein großes Unternehmen braucht eine große Belegschaft. Dadurch steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachpersonal. Die Life-Science-Branche leidet aber unter einem konstanten Fachkräftemangel. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Personalengpässe im Life-Science-Bereich und über die Möglichkeiten des externes Recruitings als Ressource der Personalbeschaffung

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