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Fachkräftemangel – die Life Science Industrie und das Problem der Engpässe

Der Begriff des Fachkräftemangels beschreibt einen Zustand der Wirtschaft. Er ergibt sich aus einer großen Zahl von unbesetzten Stellen, der eine sehr geringe Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften gegenüberstehen. Kurz: der Bedarf an Fachkräften ist höher als das Angebot.

In Deutschland ist dieser Mangel seit einigen Jahren in verschiedenen Branchen deutlich zu spüren. Laut der Bundesagentur für Arbeit werden in Deutschland aktuell 1,2 Millionen Arbeitskräfte gesucht, davon über 65% Fachkräfte. Eine aktuelle Erhebung des IW besagt, dass schon heute zwei von drei Arbeitsplätzen, die eine entsprechende Berufsausbildung oder ein Studium voraussetzen, schwer oder gar nicht zu besetzen sind – Tendenz steigend. Besonders betroffen sind in Deutschland das Handwerk, MINT- und IT Berufe, das Gesundheitswesen, die Pflege und die verarbeitende Industrie.

 

Ursachen

Der Bedarf an hochqualifizierten Talenten hat sich in den letzten zwei Dekaden deutlich erhöht. Grund dafür ist unter anderem der Megatrend des fortwährenden Strukturwandels sowie die forschungs- und wissensintensive Gesellschaft.

Der Fachkräftemangel wird dabei von strukturellen und wachstumsbedingten Faktoren bestimmt. Strukturell meint, Stellen müssen neu besetzt werden, da das Personal dauerhaft (Rente) oder vorübergehend (Elternzeit) aufhört zu arbeiten. Wachstum heißt, ein Unternehmen hat einen höheren Personalbedarf aufgrund des langfristigen Wachstums der Volkswirtschaft. Das Anzahl an verfügbaren Arbeitskräften, welche über die geeigneten Qualifikationen verfügt, reicht allerdings nicht um diese Stellen zu besetzen.

In der Pharma-, der Biotech- und der Medizintechnikindustrie, sind vorranging Qualifikationen aus dem MINT-Bereich gefordert. Die Zahl an Studienanfängern* ist aber seit einigen Jahren wieder rückläufig. Während 2010/11 noch ungefähr 208.000 Personen einen MINT Studiengang begonnen haben, waren es 2020/2021 nur noch ca. 180.000 Personen. Hinzu kommt, dass die Technologien sich in diesen Bereichen zunehmend weiterentwickeln und immer neuere und speziellere Zusatzqualifikationen fordern.

Die Anzahl der Abiturienten, die sich für ein Hochschulstudium entscheiden steigt seit zwei Jahrzehnten kontinuierlich an. Der Anstieg lag und liegt aber heute noch deutlich unter dem Wachstum der Nachfrage an Fachkräfte. Auch diese Entwicklungen tragen nicht unwesentlich zum Mangel bei.

 

Auswirkungen und Folgen für die Life-Science-Industrie

Diese Entwicklungen haben zur Folge, dass es Unternehmen zunehmend schwerer fällt, passende Kandidaten für offene Stellen zu finden. Die große Gefahr: Die Innovationskraft als auch die Produktivität einzelner Unternehmen leiden unter dem Mangel. Inzwischen sehen mehr als 50% der Unternehmen in dem Mangel an Personal eine ernstzunehmende Gefahr für ihre Geschäftsentwicklung. Davon betroffen sind auch viele Bereiche der Life Science Industrie.

Pharma- und Chemiebranchen zählen heute und in Zukunft als Schlüsselindustrien der steigenden Weltbevölkerung. Wo die großen Konzerne der Life-Science-Branche noch eher zuversichtlich gestimmt sind, was die Rekrutierung von Arbeitskräften angeht, bekommen die kleinen und mittleren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen diese Problematik schon deutlicher zu spüren. Besonders betroffen sind die Bereiche Entwicklung und Produktion.

Da diese Einrichtungen aber meist entscheidende Katalysatoren der Innovation sind, hat diese Entwicklung schlechte Auswirkungen auf die gesamte Branche. Insbesondere ein nachwuchsarmes Land wie Deutschland wird durch die fehlenden Fachkräfte deshalb schnell zur Wachstumsbremse und den Anschluss an andere Länder verlieren.

Auch sehen Unternehmen in dem Mangel an Personal eine ernstzunehmende Gefahr für ihre Geschäftsentwicklung, dieser Auffassung sind inzwischen mehr als 50% der Unternehmen.

 

Ausblick

2025 wird die demografische Wende den Arbeitsmarkt mit voller Wucht treffen. Zu diesem Zeitpunkt werden die Babyboomer größtenteils in Rente sein. Das Basler Forschungsinstitut Prognos sagt voraus, dass Deutschland bis 2030 über drei Millionen Fachkräfte fehlen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist in erster Linie die Politik gefragt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, sowie die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland zu vereinfachen, sind wesentliche Punkte die von vielen Experten als Lösungsansatz vorgeschlagen werden.

Aber im Zuge des Personalmangels, gewinnt auch aktives Recruiting für viele Unternehmen zunehmend an Bedeutung, um die offenen Stellen zu besetzen. Doch auch hier fehlt es Firmen oft an den notwendigen Ressourcen. Deswegen greifen immer mehr Betriebe auf externe Personalberater zurück, die bei der Suche nach qualifizierten Arbeitnehmern unterstützen.

In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Formen der Personalbeschaffung. Welche Vorteile das für Ihr  Unternehmen hat, lesen Sie here.

 

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